Ein Glas Zartbitterschokolade: Smoothie mit roter Bete und Kakao

Ein Glas Zartbitterschokolade: Smoothie mit roter Bete und Kakao

Rote Bete, was mach’ ich nur mit dir? Die kleine Knolle gehört zu den Lebensmitteln, die ich eigentlich nicht mag, aber esse, weil ich sie für gesund halte. Eigentlich habe ich mir geschworen, nichts zu essen, was mir nicht schmeckt. Ich hatte das nach vielen hauptsächlich vegetarischen Jahren mal mit Fleisch probiert und schnell wieder aufgegeben. Warum auch Lebenszeit an etwas verschwenden, was einem das Gesicht zusammenzieht?

Leider gesund

Was muss ein Gemüse haben, damit ich es esse, obwohl es mir nicht schmeckt? Eisen! Ich habe des Öfteren gehört, dass rote Bete viel Eisen enthalten sollen. Da ich mich hauptsächlich vegan ernähre, kann ich von Eisen nicht genug bekommen – gerade als Frau. Die Quellenlage ist leider nicht so eindeutig, wie ich mir das wünsche. Ernährungsdatenbanken sagen zum Beispiel, dass rote Bete keinen besonders hohen Eisengehalt hat (siehe hier und hier). Diese Quelle behauptet, das Eisen steckt vor allem im Bete-Grünzeug, das man in vielen Supermärkten leider nicht dazu bekommt. Auch laut “Becoming Vegan” von Brenda Davis und Vesanto Melina sind die grünen Blätter eisenhaltiger als die Knolle.

Und jetzt? Kein Eisen, keine rote Bete? Glücklicherweise waren die ganzen Knollen, die ich im letzten Jahr verspeist habe, nicht umsonst. Rote Bete soll jede Menge Antioxidantien, Folsäure, Kalium und Vitamin C enthalten (Quelle). Gesund ist sie also, das kann ich nicht abstreiten.

Aber der Geschmack!

Smoothie-Remix

Es soll Leute geben, die rote Bete toll finden. Mir sagt der erdige Geschmack nicht besonders zu. Ich muss deshalb ein bisschen tricksen, rote Bete zu “genießen”. Ich röste sie zum Beispiel gerne mit Süßkartoffeln und Kartoffeln im Ofen. Außerdem habe ich zwei Smoothierezepte gefunden, die zwar die pinkfe Farbe der roten Bete, nicht aber den muffigen Geschmack (sorry, Bete-Liebhaber!) haben: den Hot Pink Beet Smoothie von The First Mess und den Chocolate-Velvet-Smoothie aus “Green Kitchen Smoothies” von David Frenkiel und Luise Vindahl von Green Kitchen Stories.

Meine eigene Kreation ist ein Remix aus den beiden Rezepten. Dank dem Kakao hat der Smoothie eine deutliche Schokonote, aber nicht so süß-süchtigmachend wie Vollmilchschokolade, sondern so luxuriös wie Zartbitterschokolade. Er ist ein bisschen wie dunkle Schokolade im Glas – er zergeht auf der Zunge, ist cremig und ein bisschen fruchtig. Ich trinke ihn gerne zum Frühstück, weil er so schön satt macht.

Der Trick mit der roten Bete

Damit du die rote Bete nicht rausschmeckst, solltest du zwei Dinge beachten:

  1. Die rote Bete sollte nicht zu groß sein: Ich habe früher immer mutig zu einer mittelgroßen Knolle gegriffen. Green Kitchen Stories schreiben in ihrem Buch, dass die Knolle etwa 80 Gramm wiegen soll. Das ist eher eine kleine als eine mittlere rote Bete. Seitdem lege ich die rote Bete im Supermarkt immer auf die Waage. Normalerweise kaufe ich ein Exemplar, das zwischen 70 und 100 Gramm schwer ist.
  2. Die rote Bete sollte möglichst frisch sein: Je fester die Knolle ist, umso weniger muffig schmeckt sie, habe ich das Gefühl. Darum im Supermarkt ganz ungeniert vorsichtig zudrücken, um zu überprüfen, ob die Knolle schon weich ist. Wenn ja, lieber eine andere nehmen.

Wenn ich das beachte, schmeckt die rote Bete in diesem Smoothie nur ganz wenig durch. Manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger, aber nie so, dass ich den Smoothie wegschütten möchte.

Smoothie mit roter Bete und Kakao (Zutaten)

Ein Glas Zartbitterschokolade: Smoothie mit roter Bete und Kakao
 
Ein luxuriöser Smoothie mit Zartbitterschokonote, dem man die rote Bete vielleicht ansieht, aber nicht unbedingt schmeckt.
Autor:
Rezeptart: Smoothie
Portionen: Ergibt ca. 1,5 große Gläser
Zutaten
  • 300 Milliliter (1,25 Cup) Milch (ich nehme Hafer- oder Mandelmilch)
  • 1 kleine rote Bete (zwischen 80 und 100 Gramm schwer)
  • ½ Birne
  • 3 bis 4 Datteln (ich benutze Deglet-Nour-Datteln)
  • 60 Gramm (1/2 Cup) gefrorene Himbeeren
  • 2 Esslöffel dunkler Kakao
  • 1 Esslöffel Leinsamen
  • 1 Esslöffel Mandelmus (das braune aus gerösteten Mandeln)
  • 1 Esslöffel Cacao Nibs
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
Zubereitung
  1. Die rote Bete schälen und in kleine Stücke schneiden, damit der Mixer keine Probleme damit hat. Ich ziehe normalerweise Einmalhandschuhe an, wenn ich mit roter Bete hantiere, damit meine Finger danach nicht pink sind.
  2. Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und mixen. Guten Appetit!

 

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